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Donnerstag, 30. Juni 2022

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Wernberg küsst Eichelberg aus dem Dornröschenschlaf

Die Burg Eichelberg in den Ossiacher Tauern erwacht aus dem Dornröschenschlaf und wird öffentlich zugänglich. Mit der Generalsanierung der Gottestaler Straße erfährt die Infrastruktur der Gemeinde Wernberg einen weiteren Qualitätsschritt.

Nach abschließenden Sicherungsmaßnahmen, Beschilderungen mit historischen Darstellungen wird die Burgruine Eichelberg, die nahe Umberg im Tauernwald thront, noch heuer öffentlich zugänglich. „Das wird für die Gäste unserer Gemeinde und natürlich auch für die einheimische Bevölkerung ein herrliches Ausflugsziel“, freut sich Bürgermeisterin Doris Liposchek. Geplant seien im Burghof auch kleine, feine kulturelle Veranstaltungen.

MITTEN IM MITTELALTER
Wer direkt auf den Spuren des Mittelalters wandeln will, dem eröffnen sich im Innern der Burgruine und in ihrem Nahbereich einzigartige burgarchitektonische Eindrücke. Eichelberg, schon seit über 400 Jahren nicht mehr bewohnt und eine Ruine, wurde seit 2016 etappenweise saniert. Die Finanzierung (rund 650.000 Euro) erfolgt über das Bundesdenkmalamt, die EU (als Leader-Projekt), das Land, die Gemeinde und Besitzerfamilie Orsini-Rosenberg. Die eindrucksvolle Anlage wird von April bis Oktober begehbar sein. Initiative Kraft dahinter war Altbürgermeister Franz Zwölbar. Eichelberg hat für Kärnten eine wichtige Bedeutung: Der Villacher Bürger Hans Khevenhüller erhielt im Jahr 1427 die Burg als Pfandbesitz. Vier Jahre später wurde er mit der Herrschaft von „Aichelberg“ belehnt und somit in den Adelsstand erhoben. Seit damals führen die Khevenhüller den Beinamen „von Aichelberg“.

VON GOTTESTAL BIS ZUM ERLEBNISBAD
Noch im Frühjahr soll die Erneuerung der sanierungsbedürftigen Gottestaler Straße in Angriff genommen werden, und zwar von Gottestal über rund 1,6 Kilometer in den Bereich der Bahnübersetzung in Duel (Erlebnisbad). Dafür ist eine Bauzeit von rund vier Monaten vorgesehen. Es wird nicht nur der Verkehrsweg revitalisiert, sondern auch die Wasserleitung erneuert und eine Verrohrung fürs Internet-Glasfaserkabel eingebracht. Die Gesamtkosten werden sich auf etwa 850.000 Euro belaufen. „Die Straßenanrainer werden über das Sanierungsvorhaben noch ausführlich informiert“, betont die Bürgermeisterin.

Bürgermeisterin
Doris Liposchek

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