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Sonntag, 19. Mai 2024

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Arriach: Neues Kraftwerkauf dem alten Standort

Die alten Anlagen wurden bei der Unwetterkatastrophe im Jahr 2022 komplett zerstört. Jetzt entstehen in der Klamm zwischen Äußerer Einöde und Afritz das Kraftwerk und das Schaltwerk Arriach neu! Die Kelag und Kärnten Netz investieren in den Wiederaufbau am alten Standort rund zehn Millionen Euro.

Kurz zurück zum Katastrophenjahr 2022. Knapp 100 Jahre hat das Kraftwerk Arriach allen Witterungsbedingungen standgehalten. Doch bei dem katastrophalen Unwetter Ende Juni 2022 wurden das Kraft- und Schaltwerk vom Hochwasser führenden Arriacher Bach komplett zerstört. Damit wurde auch Geschichte zerstört.

EINE BESONDERE BEDEUTUNG
Dieses Kraftwerk in der Klamm hat eine ganz besondere Bedeutung, weil es unmittelbar die Gemeinden Treffen, Arriach und das Gegendtal versorgt. „Gleichzeitig ist neben dem Kraftwerk auch eine Schaltanlage, wo man relativ rasch – wenn es Arbeiten oder Störungen gibt – die Wiederversorgung herstellen kann“, betonte Kelag-Vorstand Reinhard Draxler während der Spatenstichfeier. Ende dieses Jahres soll ein Großteil der Bauaktivitäten abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2025 vorgesehen.

EFFIZIENZSTEIGERUNG
Das neue Kraftwerk Arriach wird über eine Leistung von 2,4 MW verfügen und pro Jahr rund 6,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von mehr als 1800 Haushalten und ist um 15 Prozent mehr als die Erzeugung des alten Kraftwerkes. Die moderne Technik des neuen Maschinensatzes macht diese Effizienzsteigerung möglich. Besonderes Augenmerk legt die Kelag auf den Hochwasserschutz. Zusätzlich beim neuen Krafthaus werden – Habau ist die bauausführende Firma – am linken Bachufer eine Ufermauer aus Stahlbeton errichtet und Flussbausteine eingebaut. Hier wird eine regional unabhängige und nachhaltige Stromversorgung gesichert.

Am Arriacher Bach (hinten die Millstätter Bundesstraße) sind die Bauarbeiten voll im Gange. Die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks und Schaltwerks Arriach am alten Standort ist für Frühjahr 2025 geplant.
Am Arriacher Bach (hinten die Millstätter Bundesstraße) sind die Bauarbeiten voll im Gange. Die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks und Schaltwerks Arriach am alten Standort ist für Frühjahr 2025 geplant.

GRÜNE, NACHHALTIGE ENERGIEZUKUNFT
„Was der Klimawandel bedeuten kann, haben die Menschen im Gegendtal im Juni 2022 leider erleben müssen, wir als Kelag sind ebenfalls direkt betroffen“, unterstrich Kelag-Vorstand Danny Güthlein. „Umso wichtiger ist es, verstärkt auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie zu setzen, die Energiezukunft aktiv zu gestalten, damit wir als Gesellschaft und Wirtschaft aus der Nutzung fossiler Energie aussteigen können. Diesen Weg geht unser Unternehmen sehr konsequent. Das Kraftwerk Arriach wird wieder zur grünen Stromversorgung im Gegendtal beitragen, als ein wichtiger Baustein im Energiesystem der Zukunft!“

EIN GROSSES DANKESCHÖN
Der Baubeginn für die Neuerrichtung des Kraftwerks und des Schaltwerks ist nicht nur Startschuss für intensive Bautätigkeit, sondern steht darüber hinaus auch symbolisch für den Neuanfang in Treffen und Arriach. Ein ganz großes Dankeschön wurde den Hilfskräften ausgesprochen, die hier wirklich Unglaubliches geleistet haben – von den Mitgliedern der Einsatzorganisationen über Menschen aus dem ganzen Land, die gekommen waren, um mit anzupacken, bis hin zu den Gemeindebürgerinnen und -bürgern von Arriach und Treffen, die einander nachbarschaftlich beigestanden sind.


„Wie vor der Katastrophe“
„Mit der Inbetriebnahme des neuen Schaltwerkes wird
wieder der Zustand hergestellt, den wir im Jahre 2022 vor der Unwetterkatastrophe gehabt haben. Auch der Strom aus dem neuen, effizienteren Kraftwerk Arriach wird über dieses Schaltwerk in unser Stromnetz eingespeist. Das neue Schaltwerk wird voll automatisiert, fernüberwacht und ferngesteuert betrieben werden.“
Geschäftsführerin Eva Tatschl-Unterberger,
Kärnten Netz

„Sichere Versorgung“
„Das Schaltwerk Arriach wird ein wichtiger Knoten im 20-kV-Netz zur Versorgung der Kundinnen und Kunden im Gegendtal sein. Dieses Schaltwerk wird auf der 20-kV-Ebene mit den vier Umspannwerken Landskron, Radenthein, Feldkirchen und Bad Kleinkirchheim verbunden. So werden wir unsere Kundinnen und Kunden im Gegendtal sicher versorgen, in Störfällen rasch umschalten können.“
Geschäftsführer Michael Marketz,
Kärnten Netz

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Die alten Anlagen wurden bei der Unwetterkatastrophe im Jahr 2022 komplett zerstört. Jetzt entstehen in der Klamm zwischen Äußerer Einöde und Afritz das Kraftwerk und das Schaltwerk Arriach neu! Die Kelag und Kärnten Netz investieren in den Wiederaufbau am alten Standort rund zehn Millionen Euro.

Kurz zurück zum Katastrophenjahr 2022. Knapp 100 Jahre hat das Kraftwerk Arriach allen Witterungsbedingungen standgehalten. Doch bei dem katastrophalen Unwetter Ende Juni 2022 wurden das Kraft- und Schaltwerk vom Hochwasser führenden Arriacher Bach komplett zerstört. Damit wurde auch Geschichte zerstört.

EINE BESONDERE BEDEUTUNG
Dieses Kraftwerk in der Klamm hat eine ganz besondere Bedeutung, weil es unmittelbar die Gemeinden Treffen, Arriach und das Gegendtal versorgt. „Gleichzeitig ist neben dem Kraftwerk auch eine Schaltanlage, wo man relativ rasch – wenn es Arbeiten oder Störungen gibt – die Wiederversorgung herstellen kann“, betonte Kelag-Vorstand Reinhard Draxler während der Spatenstichfeier. Ende dieses Jahres soll ein Großteil der Bauaktivitäten abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2025 vorgesehen.

EFFIZIENZSTEIGERUNG
Das neue Kraftwerk Arriach wird über eine Leistung von 2,4 MW verfügen und pro Jahr rund 6,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von mehr als 1800 Haushalten und ist um 15 Prozent mehr als die Erzeugung des alten Kraftwerkes. Die moderne Technik des neuen Maschinensatzes macht diese Effizienzsteigerung möglich. Besonderes Augenmerk legt die Kelag auf den Hochwasserschutz. Zusätzlich beim neuen Krafthaus werden – Habau ist die bauausführende Firma – am linken Bachufer eine Ufermauer aus Stahlbeton errichtet und Flussbausteine eingebaut. Hier wird eine regional unabhängige und nachhaltige Stromversorgung gesichert.

Am Arriacher Bach (hinten die Millstätter Bundesstraße) sind die Bauarbeiten voll im Gange. Die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks und Schaltwerks Arriach am alten Standort ist für Frühjahr 2025 geplant.
Am Arriacher Bach (hinten die Millstätter Bundesstraße) sind die Bauarbeiten voll im Gange. Die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks und Schaltwerks Arriach am alten Standort ist für Frühjahr 2025 geplant.

GRÜNE, NACHHALTIGE ENERGIEZUKUNFT
„Was der Klimawandel bedeuten kann, haben die Menschen im Gegendtal im Juni 2022 leider erleben müssen, wir als Kelag sind ebenfalls direkt betroffen“, unterstrich Kelag-Vorstand Danny Güthlein. „Umso wichtiger ist es, verstärkt auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie zu setzen, die Energiezukunft aktiv zu gestalten, damit wir als Gesellschaft und Wirtschaft aus der Nutzung fossiler Energie aussteigen können. Diesen Weg geht unser Unternehmen sehr konsequent. Das Kraftwerk Arriach wird wieder zur grünen Stromversorgung im Gegendtal beitragen, als ein wichtiger Baustein im Energiesystem der Zukunft!“

EIN GROSSES DANKESCHÖN
Der Baubeginn für die Neuerrichtung des Kraftwerks und des Schaltwerks ist nicht nur Startschuss für intensive Bautätigkeit, sondern steht darüber hinaus auch symbolisch für den Neuanfang in Treffen und Arriach. Ein ganz großes Dankeschön wurde den Hilfskräften ausgesprochen, die hier wirklich Unglaubliches geleistet haben – von den Mitgliedern der Einsatzorganisationen über Menschen aus dem ganzen Land, die gekommen waren, um mit anzupacken, bis hin zu den Gemeindebürgerinnen und -bürgern von Arriach und Treffen, die einander nachbarschaftlich beigestanden sind.


„Wie vor der Katastrophe“
„Mit der Inbetriebnahme des neuen Schaltwerkes wird
wieder der Zustand hergestellt, den wir im Jahre 2022 vor der Unwetterkatastrophe gehabt haben. Auch der Strom aus dem neuen, effizienteren Kraftwerk Arriach wird über dieses Schaltwerk in unser Stromnetz eingespeist. Das neue Schaltwerk wird voll automatisiert, fernüberwacht und ferngesteuert betrieben werden.“
Geschäftsführerin Eva Tatschl-Unterberger,
Kärnten Netz

„Sichere Versorgung“
„Das Schaltwerk Arriach wird ein wichtiger Knoten im 20-kV-Netz zur Versorgung der Kundinnen und Kunden im Gegendtal sein. Dieses Schaltwerk wird auf der 20-kV-Ebene mit den vier Umspannwerken Landskron, Radenthein, Feldkirchen und Bad Kleinkirchheim verbunden. So werden wir unsere Kundinnen und Kunden im Gegendtal sicher versorgen, in Störfällen rasch umschalten können.“
Geschäftsführer Michael Marketz,
Kärnten Netz

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