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Freitag, 21. Januar 2022

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Chip, Chip, hurra!

Vor Kurzem wurde die neue Chipfabrik der Infineon in Villach eröffnet. Riesig die Investition. Riesig die Erweiterung am Firmengelände. Und riesig vor allem der Bedarf an Chips. Tendenz steigend. Nicht nur die Bewohner*innen von Maria Gail wissen, dass ihr Stadtteil nahe der Grenze zur Türkei liegt. Umso wichtiger war es, das Werk nicht nach Asien abwandern zu lassen. Stattdessen Chips made in Villach in aller Munde.

Wie ich jetzt auf den Mund gekommen bin? Keine Ahnung. Aber sagen Sie: Sind Sie auch schon gechippt? Oder ist doch nichts dran an dieser verschworenen Impf-Implantierungs-Theorie? Aber Ihr Hund ist doch sicher gechippt? Wie? Sie haben gar keinen Hund? Dann ist zumindest Ihr Auto gechippt. Und das gleich mehrfach. Sonst würde es nämlich keinen Mucks von sich geben. Geschweige denn sich in Bewegung setzen. Denn so ein Gefährt ist heutzutage vollgestopft mit Elektronik. Nicht nur bei Elektroautos. Jede Menge Chips sind drin. Doch die sind derzeit Mangelware.

Ohne Chips keine Fahrt durchs Digital. 3G hier. 5G dort. Chips überall. Der weltweite Bedarf an Chips wurde durch die Pandemie und ihre digitalen Begleiterscheinungen weit kräftiger angekurbelt als einst so manch Fensterheber im Kugelporsche. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass die natürliche schleichend von der künstlichen Intelligenz abgelöst wird. Noch leben wir in einer Parallelwelt, doch welche Form der Intelligenz wird sich auf Dauer durchsetzen? Die Luft in den Produktionsräumen in Chipfabriken muss längst reiner sein als in Operationssälen in Krankenhäusern. Und die Luft nach oben. Sie ist dünn. Dünner als ein Halbleiter. Und so ein Halbleiter ist viel dünner als ein menschliches Haar.

Kleiner, schneller, weiter. Mal mehr. Mal weniger. Ein ständiges Auf und Ab. Dos and Don’ts. Yin und Yang. Kein Für ohne Wider. Doch ich bin Stier. Und ich sage: Chip, Chip, hurra! Chips sind das Salz in der Tüte. Ja, Chips sind systemrelevant. Spätestens nach den Lockdowns weiß man das. Oder wer von Ihnen hat in den Indoorphasen nicht vermehrt die Kartoffel im Sack gekauft? Jetzt aber Silizium… ähm… Silencium. Schluss mit Kopfkino. Der Film ist spannend. Die Couch gemütlich. Ich steh jetzt nicht auf. Ich chille ab. Knister, knister. Schmatz, schmatz…


Gerhard Benigni

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