Das Geschäftsjahr 2025 war für die Kelag von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt und es zeigte sich ein differenziertes Bild: Bei Haushaltskund:innen war der Absatz infolge der höheren Eigenversorgung leicht rückläufig. Im Bereich der Wärmeversorgung stiegen die Absatzmengen witterungs- und ausbaubedingt.
Die Erzeugung fiel infolge der unterdurchschnittlichen Wasserführung geringer aus. In Summe wirkten niedrigere Absatzpreise. Trotz höherer Ergebnisbeiträge aus den Wachstumsinvestitionen der vergangenen zwei Jahre sowie steigender Wärmeabsätze konnten die niedrigeren Absatzpreise, die rückläufigen Stromabsätze bei Haushaltskund:innen, die geringeren Gasmengen sowie die unterdurchschnittliche Wasserführung nicht ausgeglichen werden. In Summe sank das Konzernergebnis um rund 20 Prozent auf rund 350 Millionen Euro. (2024: rund 438 Millionen Euro).
Rekordinvestitionen in der Unternehmensgeschichte. Mit rund 470 Millionen Euro an Investitionen und Instandhaltungen setzte die Kelag 2025 das größte Programm ihrer über 100‑jährigen Unternehmensgeschichte um und zählt damit weiterhin zu den investitionsstärksten Leitbetrieben in Kärnten. „Die geopolitischen Entwicklungen zeigen, wie verletzlich Europa bei Energieimporten weiterhin ist. Umso wichtiger sind Investitionen in erneuerbare Erzeugung, Netze und Wärme. Sie stärken Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und langfristig auch die Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Region“, sagt Kelag-Vorstand Danny Güthlein.
Kelag-Vorstand Reinhard Draxler: „Jeder Euro, den wir investieren, schafft und sichert Arbeitsplätze in Kärnten, vor allem im Bau- und Baunebengewerbe. Schwerpunkte unserer Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen sind die Bereiche Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, Netzinfrastrukturen für Strom und Glasfaser-Internet sowie die Wärmeversorgung“.

Das Geschäftsjahr 2025 war für die Kelag von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt und es zeigte sich ein differenziertes Bild: Bei Haushaltskund:innen war der Absatz infolge der höheren Eigenversorgung leicht rückläufig. Im Bereich der Wärmeversorgung stiegen die Absatzmengen witterungs- und ausbaubedingt. Die Erzeugung fiel infolge der unterdurchschnittlichen Wasserführung geringer aus. In Summe wirkten niedrigere Absatzpreise.
Mehr Mitarbeiter. Getrieben durch die intensiven Investitionsaktivitäten verzeichnete die Kelag ein leichtes Wachstum bei der Anzahl ihrer Mitarbeiter:innen. Gemessen an den Vollzeitäquivalenten im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Kelag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.147 Personen (2024: 2.058). Darunter sind 127 Lehrlinge, die zu hochqualifizierten Fachkräften ausgebildet werden.
Vier Milliarden bis 2034. Die Kelag setzt ihr geplantes Investitionsprogramm von bis zu rund vier Milliarden Euro bis zum Jahr 2034 weiter um. Im Fokus steht der Ausbau erneuerbarer Erzeugung, moderner Netzinfrastruktur und effizienter Wärmelösungen. Mit ihrem Investitionsprogramm leistet die Kelag einen wesentlichen Beitrag zu einer unabhängigen und nachhaltigen Energieversorgung und zur Reduktion von CO2-Emissionen.
Windkraft im Energiemix zentral für Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit. Der Jänner 2026 hat erneut gezeigt, wie groß die hohe Importabhängigkeit in Österreich ist: 27 Prozent des Strombedarfs mussten importiert werden, weitere 25 Prozent kamen aus heimischen Gaskraftwerken. Damit lag der Anteil der erneuerbaren Stromproduktion in diesem Monat unter 50 Prozent. Das unterstreicht, wie wichtig der konsequente Ausbau der Windkraft als zentrale Wintertechnologie ist.

Fotos: Kelag
Ausblick 2026: Rekordprogramm. „Versorgungssicherheit und die Steigerung der Unabhängigkeit bilden mehr als je zuvor eine wichtige Basis für den Wirtschafts- und Energiestandort Kärnten. Deshalb hat der Aufsichtsrat der Kelag für das Geschäftsjahr 2026 ein Rekordinvestitions- und Instandhaltungsprogramm in Höhe von rund 550 Millionen Euro genehmigt“, erklärt Kelag-Vorstand Reinhard Draxler.
Verlässlicher Partner. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist die Basis und der Nutzen zeigt sich bereits heute konkret im Alltag der Kundinnen und Kunden. „Wir sprechen oft von der Energiezukunft – dabei hat sie längst begonnen. Mit Wärmepumpe, Photovoltaik und E-Mobilität können Haushalte schon heute bis zu 35 Prozent an Energiekosten sparen, mit ausgereifter und verlässlicher Technologie. Die Kelag unterstützt ihre Kundinnen und Kunden dabei als verlässlicher Partner für leistbare und unabhängig erzeugte Energie“, sagt Kelag-Vorstand Danny Güthlein.Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Kelag auf Basis weiter sinkender Absatzpreise einen weiteren Rückgang des Konzernergebnisses. In einem volatilen Umfeld bleiben Ergebnisprognosen mit Unsicherheiten behaftet.





