Mit der neu konzipierten Ausstellungsreihe KRAFTLINIEN. FAMILIENBANDE wird das Schau-Kraftwerk Forstsee der Kelag ab 1. Mai 2026 zu einem besonderen Ort zeitgenössischer Kunst. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Windungen _ vijuge“, kuratiert von Tanja Prušnik, in der erstmals zwei Generationen einer Künstlerfamilie gemeinsam ausstellen: Wolfgang Walkensteiner und Niclas Anatol – Vater und Sohn.
Künstlerische Energie als verbindende Kraft. Die Ausstellungsreihe KRAFTLINIEN. FAMILIENBANDE widmet sich künstlerischer Energie als Ressource, Verbindung und Transformationsprozess. „Das Schau-Kraftwerk Forstsee dient dabei als Raum der Speicherung, Bündelung und Freisetzung von Kraft, technisch wie künstlerisch“, betont Kelag-Vorstand Reinhard Draxler. „Es begegnen sich Kunst und Energie auf besondere Weise. Skulpturen und Malerei greifen die architektonische Struktur und die Funktion des Kraftwerks auf, ohne sich ihr zu unterwerfen. Der Ort wird zum Resonanzraum, in dem sich Material, Energie und künstlerischer Ausdruck miteinander verschränken.“
Kuratorin Tanja Prušnik: „Im Mittelpunkt der neu konzipierten Reihe stehen Positionen aus Kärntner Künstler:innen-Familien, deren Werke zwar innerhalb familiärer Nähe, jedoch ohne unmittelbaren Bezug zueinander entstehen. Sichtbar gemacht werden keine Abstammungslinien, sondern Kraftlinien: produktive Spannungen, Eigenständigkeit und individuelle künstlerische Handschriften.“

Wolfgang Walkensteiner arbeitet seit Jahrzehnten an einem Werk, das sich ständig verändert. Für ihn sind Zeichnung, Malerei und Skulptur keine getrennten Disziplinen, sondern ineinander übergehende Prozesse. Charakteristisch ist seine selbst entwickelte Technik, bei der er Gemälde zerschneidet und die Fragmente wie Intarsien neu zusammensetzt. Dieser bewusste Eingriff versteht sich als Bruch – und zugleich als Beginn einer neuen Ordnung. Seine Werke bleiben offen, mehr „im Entstehen“ als abgeschlossen.
Niclas Anatol setzt sich in seiner Bildhauerei intensiv mit Transformation auseinander. Durch präzise handwerkliche Techniken formt er Skulpturen, die zwischen Kontrolle und Dekonstruktion balancieren. Oberfläche und Form werden immer wieder neu definiert, der Prozess des Erkennens und Veränderns steht im Zentrum seiner Arbeit.
Dauer der Ausstellung: Bis 14. Juni 2026, täglich 10 bis 18 Uhr, im Mai montags geschlossen. Ort: Kelag-Schau-Kraftwerk Forstsee, Saag 15, 9220 Techelsberg am Wörthersee.







