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Freitag, 5. Juni 2026

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Villach:  Frauenbericht liefert wichtige Daten über die Lebensrealität

Eine Steigerung des Bildungsniveaus, Elektrotechnik als zweitliebster Lehrberuf und mehr Selbstständigkeit: Der kürzlich präsentierte Frauenbericht ist Bewusstseinsbildung aber auch Auftrag, wo es noch Handlungsbedarf für Frauen in Villach gibt. www.villach.at/frauenbericht

Impulsgeber. Alle fünf Jahre werden Daten gesammelt, um die Lebensrealität von Frauen in der Stadt abzubilden. Gleichzeitig ist es ein Impulsgeber, wo Gleichstellung noch weiterentwickelt werden muss. „Dieser Bericht soll uns als Werkzeug dienen, damit wir strukturelle Hürden erkennen und Rahmenbedingungen weiter verbessern können. Es soll auch ein Anstoß für Diskussionen und Bewusstseinsbildung sein, damit unser Villach ein noch lebenswerterer Ort für Frauen wird“, erklärt Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser. 

Politik- und Rechtswissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle: „Den Kampf um Gleichstellung müssen nicht nur Betroffene führen. Ein Frauenbericht erzählt ebenso viel über die Männer in dieser Stadt und welchen Stellenwert sie ihren Müttern, Schwestern, Partnerinnen, Kolleginnen und Freundinnen einräumen!“ Hinter den Zahlen steckt ein großer Aufwand, der in Kooperation mit dem Frauenbüro unter Federführung der Frauenbeauftragten Alisa Herzog und der FH Kärnten gestemmt wurde.

Eckdaten.  In Villach ist soziodemografisch ein leichter weiblicher Überhang zu erkennen, denn 51,8 Prozent der Bevölkerung sind Frauen. Die Anzahl an Bewohner:innen im Alter von 65 Jahren oder mehr hat sich erhöht. Villach hat weiters einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Alleinerzieherinnen. In 87,1 Prozenten aller Haushalte – bestehend aus einem Erwachsenen und Kind(ern) – leben Mütter ohne Ehe- oder Lebenspartner.

Kindergartenoffensive. Im Bereich der Kinderbetreuung hat Villach in den letzten Jahren mit einer Offensive und neuen Kindergärten ordentlich aufgeholt – bis 2027 schafft die Stadt zusätzlich 500 neue Betreuungsplätze. Ganzjährig und ganztägig geöffneten Betreuungseinrichtungen sind ein wesentlicher Faktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das Thema „Gewalt gegen Frauen“ wird mit Zahlenmaterial des Gewaltschutzzentrums und des Villacher Frauenhauses untermauert. Insgesamt nehmen deutlich mehr Frauen als Männer die Beratungen des Gewaltschutzzentrums in Anspruch. Viele Frauen berichten nicht nur von physischer, sondern auch von psychischer Gewalt. Immer mehr Frauen machen sich in Villach mutig auf den Weg in die Selbstständigkeit. Der Frauenanteil der Gesamtgründungen machte im Jahr 2024 rund 46 Prozent aus.

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