Die Ortschaften Latschach und Faak am See waren in den vergangenen Jahren mehrfach von Hochwasserereignissen schwer getroffen. Derzeit wird ein – bereits die zweite Bauetappe – umfassendes Schutzprojekt umgesetzt. Investitionskosten: rund vier Millionen Euro.
Vor allem die Unwetterereignisse von 2019 und 2020 haben das Gefährdungspotenzial insbesondere des Rotschitzabach mit seinem enormen Geschiebematerial für die Bevölkerung geradezu dramatisch aufgezeigt. Um hinkünftig auf der sicheren Seite zu sein, setzen Bund, Land und Marktgemeinde das Schutzprojekt gemeinschaftlich um.
„NACHHALTIGE VORSORGE“
„Auch wenn es in der Natur der Sache liegt, dass es niemals eine hundertprozentige Sicherheit geben kann, so setzen wir hier einen Meilenstein für den Hochwasserschutz, der die Sicherheit für die Latschacher und Faaker Bevölkerung, ihrer Liegenschaften und Sachgüter maßgeblich erhöhen wird und eine nachhaltige Vorsorge für kommende Generationen darstellt. Wir sind jetzt jedenfalls gut aufgestellt“, dankt Bürgermeister Christian Poglitsch allen, die am Projekt beteiligt sind.
GESCHIEBERÜCKHALTESPERRE
Hannes Burger, der als Gebietsbauleiter und Planer der Wildbach- und Lawinenverbauung das Projekt vor Ort leitet, betont die Bedeutung der Geschieberückhaltesperre als erstes Schlüsselprojekt. Es sollen bis zu 30.000 Kubikmeter Geschiebe aufgefangen werden können – damit die Rotschitza nicht verstopft und das Wasser überlaufen kann.
HOCHWASSERRÜCKHALTEBECKEN
Zusätzlich verweist Burger auf ein weiteres wesentliches Vorhaben, das sich im Bereich unterhalb der Kirche in Latschach befindet. Es wird dort zur Drosselung der Hochwasserwelle ein Hochwasserrückhaltebecken errichtet sowie zur kontrollierten Abgabe ein Rohr installiert, welches das Wasser unterirdisch durch den Ort Latschach in den Rotschitzabach leitet.





