Mit 31 eingereichten Beiträgen erfreute sich der Aufsatzwettbewerb des Clubs Tre Popoli und des Europahauses Klagenfurt zum Thema „Faktum: Multikulturelles Europa“ kürzlich einer überraschend hohen Beteiligung.
Eine Fülle an Vorschlägen. Über ein Drittel der Beiträge kam von Personen mit Migrationshintergrund. Alle Aufsätze zeichneten sich durch eine Fülle an Vorschlägen für umsetzbare Maßnahmen aus. Sie reichen von Patenschaften Einheimischer für zugewanderte Menschen über die Öffnung von Vereinen für die neuen Mitbürger bis zur Raumplanung, die Begegnungen ermöglichen sollen.
„Das Attentat in Villach war ein Schock. Es darf uns nicht lähmen, es muss uns wachrütteln. Denn es zeigt, dass multikulturelles Leben nicht automatisch gelingt, sondern bewusst gestaltet werden muss. Wir haben die Wahl: Lassen wir uns spalten oder nutzen wir die Vielfalt als Chance, Europa menschlicher, offener und sicherer zu machen. Ein friedliches Miteinander ist möglich. Das erfordert Mut, Einsatz und die Überzeugung, dass Hass niemals stärker sein darf als Hoffnung.“ Das ist die Botschaft einer Schülerin zur Frage, wie Integration und Zusammenleben gelingen können.
„Zusammenleben wäre im Grunde so einfach. Man muss nur die Betroffenen fragen, miteinander und nicht übereinander reden“, zogen Europahaus-Präsident Alt-Landeshauptmann Christof Zernatto, Obmann Walter Wratschko und Gründungsobmann Artur Roßbacher vom Club Tre Popoli sowie die Jury-Mitglieder Antonia Gössinger, die frühere Chefredakteurin der Kleinen Zeitung, und Professor Luca Melchior von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ein gemeinsames Resümee aus dem Wettbewerb.
„Brücken bauen“. Die zahlreichen Anregungen lassen sich unter dem Titel „Brücken bauen“ zusammenfassen. Ein nahezu alle Beiträge durchdringender Wunsch ist die Schaffung von Möglichkeiten für persönliche Begegnungen und gegenseitigem Kennenlernen, ob in der Schule, in Organisationen, im interreligiösen Dialog oder bei Festen und Veranstaltungen. Die Vorschläge werden, wie Europahaus-Direktor Marc Germeshausen während der Preisverleihung ankündigte, politischen Verantwortlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen nähergebracht.








