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Freitag, 21. Januar 2022

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„Mei Wein“ aus Arnoldstein

Nachdem viele Gerstensaft-Freunde auf die Marke „Prewstone“ schwören, ein mundendes Craft-Bier, nimmt jetzt in der Marktgemeinde Arnoldstein auch die Winzerei volle Fahrt auf.

Wir setzen keine Insektizide, keine Herbizide ein, und wir wollen zeigen, dass die Weinwirtschaft auch auf biologisch-organischer Basis bestens gelingen kann“, betonen die leidenschaftlichen Hobbywinzer Patrick Fina, Polizeibeamter in Wien, und Marcel Habesohn, selbstständiger Gartenbauberater. Die beiden Bioweinfans verbringen ihre Freizeit in hohem Maße in ihren Weinbergen, und zwar am Thurnberg bei Neuhaus und in Thörl-Maglern.

„NEUER WEIN AUS KÄRNTEN“
Am Südhang des Thurnbergs konnte 2018 der Weingarten des lokalen Winzers Josef Blüml übernommen werden. Auf einer Fläche von rund zweieinhalb Hektar zählt ein Großteil der Reben schon 25 Jahre. Die Trauben werden unter der Vorgabe „Neuer Wein aus Kärnten“ zu Weiß- und zu Rotweinen verarbeitet. Am Thurnberg werden vor allem Chardonnay, Weißburgunder und Zweigelt angebaut. Fina: „Mit der heurigen Ernte sind wir recht zufrieden.“

SPEZIELLE PIWI-REBSORTEN
Im Bereich Thörl werden verstärkt so genannte PiWi-Rebsorten gezogen. Habesohn: „Diese Sorten sind gegen Pilzkrankheiten besonders widerstandsfähig und eignen sich bestens für einen biologisch-nachhaltigen Anbau.“ Dazu zählen etwa die Sorten Cabernet Jura und Blanc sowie Sauvignac. In beiden Weingärten – Praktikant Florian Hafner konnte hier für sein Weinbaustudium beste praktische Erfahrungen sammeln – ist auch der Anbau kernloser Speisetrauben geplant.

VERKOSTUNGEN UND WANDERUNGEN
Im kommenden Jahr wird nicht nur eine ausgesuchte Zweigelt-Sorte das Angebotsbouquet erweitern, sondern es ist auch geplant, für Interessierte Weinwanderungen und Verkostungen mit Brettljause durchzuführen. Der Ab-Hof-Verkauf wird verstärkt in Szene gesetzt. Anfragen und Näheres:
weingut.fina@gmx.at oder marcel@organicpower.at

„RESPEKT UND ANERKENNUNG“
„Das ist für unsere Gemeinde eine tolle Bereicherung, und es freut mich sehr, dass jetzt der Weinbau, den Josef Blüml aufgebaut hat, fortgesetzt wird. Das Engagement von Patrick Fina und Marcel Habesohn verdient Respekt und Anerkennung“,
unterstreicht Bürgermeister Ing. Reinhard Antolitsch. Vor zwei Jahren wurde von Patrick Fina und Valentin Koller auch der Weinbauverein „Kanaltal“ gegründet. Die derzeit rund 40 Mitglieder des Vereins unterstützen sich gegenseitig.

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